Kinder trauern anders als Erwachsene. Sehr oft hört man: „Mein Kind weint gar nicht.“. Doch bei genauer Betrachtung stellt man fest, dass sich seit dem Tod des Angehörigen doch etwas bei dem Kind verändert hat.
Für Kinder ist es sehr schmerzhaft, einen geliebten Menschen zu verlieren. Sie haben aber die Gabe, sich vor dem überwältigenden Schmerz zu schützen. Sie springen sozusagen in die „Trauerpfütze“ hinein und auch schnell wieder heraus. Sie suchen die Ablenkung, weil sie den Trauerschmerz sonst nicht aushalten können. Und manchmal wissen sie nicht wohin mit ihren Gefühlen, sie suchen ein Ventil. Das kann z.B. das Wieder-Einnässen sein. Oder aber Albträume, Verhaltensauffälligkeiten, Aggressionen, schulischer Leistungsabfall. Sogar körperliche Schmerzen können sich einstellen.
Trauer ist eine seelische Wunde, die nur langsam verheilt und Narben hinterlässt. Die Dr. Bergmann Stiftung unterstützt den Verein „Hilfe für verletzte Kinder-Seelen“, da er die Kinder in ihrer Trauer ernst nimmt, ihnen Halt gibt und Zuversicht vermittelt. In den Trauergruppen finden sie achtsame Begleitung und treffen andere Kinder, denen gleiches oder ähnliches passiert ist.




