Kein negatives soziales Phänomen ist bei Kindern und Jugendlichen so weit verbreitet und hat kurz- und langfristig so negative Folgen wie (Cyber-)Mobbing. Laut einer Studie vom Bündnis gegen Cybermobbing e.V. aus dem Jahr 2020 ist die Zahl derer, die Opfer von Cybermobbing geworden sind, seit 2017 um 36% gestiegen. Die Folgen sind vielfältig und reichen von geringem Selbstwertgefühl und Schlafstörungen bis hin zu Depressionen, Suizidgedanken sowie Suizid.
Dieser Entwicklung stellt sich die Dr.-Kurt-Schumacher-Schule in Reinheim mit einem Projekt entgegen, in dem den Jugendlichen über das spielerische Erlebnis die Wirkung und die Folgen von Cyber-Mobbing klar gemacht werden: Unter Anleitung speziell ausgebildeter Trainer/-innen des Vereins Helden e.V. tauchen die Teilnehmenden in eine fiktive Geschichte zweier Jugendlicher ein und schlüpfen so tief in deren Rolle, dass sie sich auf emotionaler Ebene mit ihnen identifizieren und spüren können, wie es sich anfühlt, ständig beleidigt und runtergemacht zu werden. Die gemachten Erfahrungen werden anschließend gemeinsam mit den Jugendlichen reflektiert. So wird sichergestellt, dass ein direkter Bezug zur Lebensrealität der Jugendlichen hergestellt wird.
Die Dr. Bergmann Stiftung unterstützt dieses Projekt, da es die Jugendlichen ermutigt, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, ihre eigenen Werte und Wünsche aktiv zu verteidigen und nicht wegzuschauen, wenn die Situation aktives Handeln erfordert.




